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FAMILY STORIES - Junge Kunst aus Israel

 Zoya Cherkassky, „Grandma’s Birthday“, Öl auf Leinwand (2017)
Zoya Cherkassky, „Grandma’s Birthday“, Öl auf Leinwand (2017)
WDR 3 Kulturtipp: 

21. September 2019 bis 26. Januar 2020


Mit künstlerischem Blick auf ihre Familien reflektieren acht israelische Gegenwartskünstlerinnen und -künstler ihren sehr persönlichen Standpunkt innerhalb der Gesellschaft. Sie analysieren den Einfluss von Historie und Gegenwart, Religion und Kultur auf ihre jeweiligen Fami-liengeschichten und suchen deren Spuren in ihrem subjektiven Denken und Empfinden. Diesen biographischen Prozess transformieren sie in autonome Kunstwerke, um über das individuelle Schicksal hinaus zu allgemeingültigen Aussagen zu gelangen. So setzt sich Michael Kovner, Sohn des bedeutenden Lyrikers und Widerstandskämpfers gegen Nazi-Deutschland, Aba Kovner, mit den Traumata seines Vaters und das davon geprägte Vater-Sohn-Verhältnis im Medium des Graphic Novel auseinander. Samah Shihadi erinnert sich in ihren großformatigen Zeichnungen an die Ausflüge ihrer Familie zu den Ruinen des ehemaligen Elternhauses, das dem Konflikt zwischen Israel und Palästina zum Opfer fiel. Auch Zoya Cherkasskys Bild-themen bestimmen Kindheitserinnerung: Farbintensiv malt sie den Alltag in Russland, woher viele Einwanderer nach Israel kamen. Mika Hazan Bloom dokumentiert in einem Video die heftigen Diskussionen mit ihrem Vater über ihre Beziehung zu einem afrikanischen Flüchtling. Fatima Abu Roomi behandelt in ihren Gemälden ihre Tochter-Vater-Beziehung mit wiederkehrenden Darstellungen des Vaters und einer Reihe von Selbstbildnissen, in denen sie sich mit und ohne Verschleierung malt. Den schmerzlichen Verlust eines Elternteils durch Krankheit verarbeiten Karam Natour und Eden Auerbach Ofrat in ihren Videoarbeiten. Karam Natour entwickelt nach dem Tod des Vaters gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Zwillingsbruder performative Szenarien, die als eine selbstbestimmte gemeinsame Trauerarbeit deutbar sind. Eden Auerbach Ofrat transzendiert den Tod ihrer Mutter durch die Schaffung „eigener, per-sönlicher Mythen“, konkret in ihrer Interpretation des Goethe-Gedichtes „Der Erlkönig“. Das Künstlerpaar Merav Kamel und Halil Balabin bringen in einer Radierfolge ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht der Öffentlichkeit: Balabins Onkel verbüßte auf Grund eines Raubmords eine langjährige Strafe im staatlichen Gefängnis in Ossining (Sing Sing) im US-Bundesstaat New York.


Weitere Informationen: kunstmuseumbochum.de