Fehlermeldung

Deprecated function: The each() function is deprecated. This message will be suppressed on further calls in _menu_load_objects() (Zeile 579 von /homepages/28/d77225399/htdocs/Kulturpartner2014/includes/menu.inc).

Joana Vasconcelos – MAXIMAL | Brühl

Foto: Hans-Theo Gerhards / Max Ernst Museum Brühl des LVR
Foto: Hans-Theo Gerhards / Max Ernst Museum Brühl des LVR
WDR 3 Kulturtipp: 

Ab 7. April 2019


Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt die erste Einzelausstellung der portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos (*1971) in einem Museum in Deutschland. Es werden 20 Objekte und Installationen aus den letzten 20 Jahren präsentiert, die umfassende Einblicke in die Arbeitsweise von Joana Vasconcelos vermitteln. Die in Lissabon lebende und arbeitende Künstlerin ist bekannt für ihre raumgreifenden Werke, mit denen sie humorvoll und anspielungsreich die Grenzen zwischen Tradition und Moderne, Hoch- und Alltagskultur, Kunsthandwerk und Industrieproduktion auslotet. Internationales Aufsehen erregte sie erstmals 2005 auf der Biennale von Venedig mit ihrer Arbeit Die Braut (A Noiva), einem monumentalen Kronleuchter aus tausenden Tampons. 2012 wurde sie als erste Künstlerin zu einer Einzelausstellung im Schloss Versailles eingeladen.

In ihren großformatigen Arbeiten verwendet Joana Vasconcelos häufig Alltagsgegenstände, die sie verfremdet, umdeutet und zu einer eigenen Art von surrealer Objektkunst verbindet. Dabei setzt sie auch Materialen wie Fliesen, Keramiken oder Stoffe ein und nutzt traditionelle Handarbeitstechniken wie Häkeln, Nähen und Stricken. In ihrem Atelier entstehen auf diese Weise ihre sogenannten Walküren, bizarre, voluminöse Stoffwesen, die ihre Umgebung wirkungsvoll einnehmen. Ihre Werke behandeln dabei Fragen von kultureller Identität und Geschlechterrollen und zeigen Berührungspunkte zu künst lerischen Strategien, die auch Max Ernst und die Surrealisten inspirierten.

Vielfach greift die Künstlerin zudem ikonenhafte Symbole der Volkskunst auf, so etwa in ihrer Installation Rotes unabhängiges Herz Nr. 3, einem überdimensionalen, aus Plastikbesteck gefertigten Objekt, zu dem Fado-Musik erklingt. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist die Arbeit Carmen Miranda, ein 3m-hoher High Heel aus zusammengeschweißten Stahltöpfen und Deckeln, der im Tanzsaal des Museums in einen spannungsreichen Dialog zu Max Ernsts Großplastik Capricorne tritt.

Die Überblicksausstellung Joana Vasconcelos – MAXIMAL ist in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Studio in Lissabon entstanden.


Weitere Informationen: maxernstmuseum.lvr.de