Märkisches Museum Witten

Märkisches Museum Witten und Bibliothek Witten | Foto: J. Fruck
Märkisches Museum Witten und Bibliothek Witten | Foto: J. Fruck

Das Märkische Museum Witten verfügt über eine Sammlung mit rund 5.000 Werken deutscher Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts. Einen Schwerpunkt bildet das deutsche Informel, in Wechselausstellungen werden aktuelle Entwicklungen der deutschen und internationalen Gegenwartskunst vorgestellt.

Die Anfänge des Märkischen Museums Witten gehen zurück auf den 1886 gegründeten "Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark zu Witten". Dieser begann mit dem Aufbau einer Sammlung heimatgeschichtlicher Exponate, in denen sich die unterschiedlichsten Interessen des Wittener Bürgertums spiegelten. Zwischen 1909 und 1912 wurde für die Sammlung ein Museumsbau errichtet (1952 wiedereröffnet), dessen Grundriss dem einer dreischiffigen Kirche nachempfunden ist. Von 1985 bis 1988 wurde das Museum um einen Anbau erweitert, der das Prinzip der offen konzipierten Räume aufnahm, um die dialogische Struktur der Sammlungspräsentation mit zeitgenössischen Mitteln fortzusetzen. Im Juni 2016 wurde die Bibliothek Witten in einem weiteren Anbau neu eröffnet. Dem Besucher bietet sich jetzt die einzigartige Möglichkeit, Museum und Stadtbücherei vereint in einem Gebäude zu nutzen.

Der Aufbau der Kunstsammlung begann in Auseinandersetzung mit dem Expressionismus. Zu den wesentlichen Vertretern im Märkischen Museum gehören beispielsweise Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde. Dabei galt ein besonderes Interesse den westfälischen Expressionisten. Die Berücksichtigung westfälischer Künstler findet sich ebenso im Bereich der Neuen Sachlichkeit; diese Schwerpunkte sind besonders durch Werke von Wilhelm Morgner, Christian Rohlfs und Eberhard Viegener gekennzeichnet.

Im Zentrum des Museums steht die Sammlung zum deutschen Informel, die zu den größten ihrer Art zählt und in der die wichtigsten Protagonisten wie zum Beispiel K.O. Götz, Peter Brüning, Winfred Gaul, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, Fred Thieler und viele andere vertreten sind. Die Entwicklung der Abstraktion in Deutschland nach 1945 wird durch weitere Schwerpunktsetzungen, wie den Künstlergruppen "ZEN 49" und "junger westen", sowie durch Konvolute einzelner Künstler, beispielweise Willi Baumeister oder Carl Buchheister, aufgezeigt.

Neben der Sammlung bilden die Wechselausstellungen und die Vermittlung zeitgenössischer Kunst weitere Schwerpunkte. Hierbei werden zudem Bezüge zwischen Sammlung und aktuellem Kunstgeschehen hergestellt und so in einem offenen Dialog Wechselbeziehungen von vergangenen und aktuellen Entwicklungen abgebildet.

Märkisches Museum Witten

Husemannstraße 12
58452 Witten
www.maerkisches-museum-witten.de