Mensch und Welt | Duisburger Philharmoniker

Christoph Prégardien | Foto: Hans Morren
Christoph Prégardien | Foto: Hans Morren
WDR 3 Kulturtipp: 

Mittwoch, 07.02. / Donnerstag, 08.02., 20 Uhr

6. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Axel Kober - Dirigent

Christoph Prégardien - Tenor


Jahrhundertwenden gab es viele. Aber nur eine von ihnen hat es zur Bezeichnung für eine ganze Epoche, eine Geisteshaltung, einen Kunst- und Lebensstil gebracht. Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war von Aufbruchsstimmung und kreativer Unruhe geprägt. Mit Sigmund Freuds Entdeckung des Unbewussten und Albert Einsteins Relativitätstheorie gerieten vermeintliche Gewissheiten über Mensch und Welt ins Wanken. Revolutionäre Strömungen setzten den alten europäischen Monarchien gewaltig zu. In Architektur, Mode und Design verdrängten fließende Linien und geschwungene Ornamente den Bombast der Gründerzeit.

Kein Komponist hat die Schwingungen dieser faszinierenden Epoche so feinnervig aufgegriffen wie Gustav Mahler. Seine 1905 veröffentlichten „Sieben Lieder aus letzter Zeit“ sind ein tönendes Zeitpanorama, in dem sich schlichter Volkston und klangliches Raffinement, Sinnlichkeit und Weltentsagung eindrucksvoll begegnen. Der Tenor Christoph Prégardien ist den Duisburger Philharmonikern seit langem eng verbunden: In der Saison 2010/11 wirkte er hier als „Artist in Residence“; 2016 wurde der international geschätzte Künstler und Pädagoge zum 60. Geburtstag mit einem großen Schubert-Projekt geehrt. Für Prégardiens baritonal grundierte Stimme liegen Mahlers Orchesterlieder ideal – und mit Axel Kober steht ihm ein ausgewiesener Spezialist für die deutsche Spätromantik zur Seite.


Weitere Informationen: duisburger-philharmoniker.de