Alle Kulturtipps in der Übersicht

Wolfram Koch, Antonia Bill, Almut Zilcher | Foto: Arno Declair

Einar Schleefs Roman ist ein eigenwilliger, sprunghafter, eigensinnig preisgebender Erzählsturm. Schleef schrieb den fiktionalen Monolog seiner Mutter Gertrud, einer Näherin, als ein schroffes und wütendes, sehnsüchtiges und gieriges sich Mitteilen einer „anständigen Frau“.

„Vive la France!“, so lässt sich die Jubiläums-Spielzeit des Klavier-Festivals Ruhr überschreiben. Intendant Franz Xaver Ohnesorg nahm den 100. Todestag Claude Debussys und den 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs zum Anlass, die besten französischen Pianisten einzuladen und mit großartiger französischer Musik die deutsch-französische Freundschaft zu feiern.

Im Januar präsentiert das Theater im Bauturm Jacques Offenbachs märchenhafteste Partitur: In Blaubart wird eine beschauliche Landidylle mit Schäfern und Bauern zum Schauplatz für ein groteskes Spektakel der Vielweiberei. Denn dass der frauenmordende Ritter Blaubart, der in vielen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts zur metaphysischen Schauerfigur wird, bei Offenbach weitaus frivolere Anliegen verfolgt, kann man sich angesichts des hohen Stellenwerts, den außereheliche Liebesverhältnisse in Offenbachs Operettenkosmos einnehmen, schon denken...

Die Beethoven-Woche ist ein „Werk-Festival“. Die Programme werden aus einem ausgewählten, vor 200 Jahren entstandenen Schlüsselwerk Beethovens entwickelt und öffnen sich der Musik der Gegenwart. Das Festival ist zugleich eine Hommage an dieses >Werk im Zentrum<. Als unverwechselbares Musikfestival des 21. Jahrhunderts vermittelt die Beethoven-Woche die besondere Kraft von Beethovens Musik auch im Spiegel der vielfältigen und lebendigen künstlerischen Rezeption.

Silvia Weiskopf, Jan Pröhl, Henriette Hölzel, Stephanie Schönfeld, Stefan Migge | Foto: Birgit Hupfeld

Kann man die aktuelle Flüchtlingssituation auch komödiantisch betrachten? Man kann! Im Kino gab’s bereits im vergangenen Jahr „Willkommen bei den Hartmanns“, und fürs Theater haben die Autoren Lutz Hübner und Sarah Nemitz, aus deren Feder auch „Frau Müller muss weg“ stammt, ein Stück geschrieben, das die Diskussion über den derzeitigen gesellschaftlichen Wandel ins Wohnzimmer der jungen bürgerlichen Mitte holt.

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