Alle Kulturtipps in der Übersicht

Foto: Uri Nevo

Rami Be‘ers Choreographie erzählt keine Geschichte. Wer will, kann in dem Treiben, Schweben, Bersten und Innehalten dieser atemberaubenden Choreographie den „Kampf des Lebens“ erkennen, den Rami Be’er als eine Art „Inhalt“ mit einigem Zögern zugesteht, „if at all“ – wenn überhaupt. Grandiose Bilder, expressive Stücke und vor allem hervorragende Tänzerinnen und Tänzer machen einen Abend mit Kibbutz Contemporary Dance zu einem außergewöhnlichen Tanzerlebnis und präsentieren den zeitgenössischen Tanz in Israel wie nur wenige andere Compagnien.

Köln, Hohenzollernbrücke, ca. 1947 | Bildrechte: Hermann Claasen / © LVR-LandesMuseum Bonn

Zwei Fotobücher prägen bis heute unsere Wahrnehmung der zerstörten deutschen Städte des Zweiten Weltkriegs: Hermann Claasens (1899–1987) Gesang im Feuerofen von 1947 zeigt das zerstörte Köln, Richard Peters (1895–1977) Buch "Dresden, eine Kamera klagt an", 1950 erstmals erschienen, war mit seinen zahlreichen Neuauflagen das erfolgreichste Fotobuch der DDR. Die Ausstellung zeigt nicht nur die den beiden Büchern zugrunde liegenden Vintage-Prints, sondern rekonstruiert auch die Entstehungsgeschichte beider Bücher und stellt sie vor allem in den historischen Kontext der Erstpublikation.

Hausikonostase Nordrussland, 16. Jh., Eitempera auf Fichtenholz, 31,5 x 96,2 cm, erworben 1955 aus der Slg. Prof. Dr. Martin Winkler (Inv. Nr. 202) © Ikonen-Museum Recklinghausen

Eine Sonderausstellung im Ikonen-Museum Recklinghausen bringt erstmals Ikonenschätze  aus  dem  bulgarischen  Varna  am  Schwarzen  Meer  nach  Deutschland.  Vom  22.  März  bis  14.  Juni  2015  sind  vierzig  –  zum  Teil  sehr großformatige und farbenprächtige – Ikonen des 17. bis 19. Jahrhunderts zusehen. Die für die Wiedergeburtszeit in Bulgarien charakteristischen Ikonen zeigen Darstellungen von Christus, der Muttergottes, von Kirchenfesten und Heiligen, aber auch von sonst selten zu findenden Motiven – die Highlights der Ikonenabteilung des Archäologischen Museums in Varna.

Das Gustav-Lübcke-Museum

Nach rund anderthalbjähriger Bauphase öffnet das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm erneut seine Pforten. Alle Dauerausstellungsbereiche wurden komplett überarbeitet und laden nun mit prägnanten Texten, großformatigen Bildern und Hands-on-Stationen zum Anfassen und zu einem ganz neuen Blick auf die bekannten Bestände ein.

Claudia Hübschmann; im Hintergrund: Mark Oliver Bögel, Florian Steffens (Foto: Oliver Berg)

Maria Stuart, die Königin von Schottland, sucht Schutz bei ihrer Verwandten Elisabeth, der Königin von England. Diese fürchtet jedoch, die Schottin könne ihre rechtlichen Ansprüche auf den englischen Thron geltend machen und lässt sie verhaften. So ist die fragwürdige Fähigkeit des Menschen zu Macht und Gerechtigkeit das zentrale Motiv dieses 1800 uraufgeführten Dramas von Friedrich Schiller.

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