Alle Kulturtipps in der Übersicht

Martin Schläpfer: ein Wald, ein See – Boris Randzio, Ann-Kathrin Adam (Foto: © Gert Weigelt)

Martin Schläpfer hat einen musikalisch vielschichtigen Abend konzipiert: Er beginnt mit seinem neuen Ballett „verwundert seyn – zu sehn“ zu Klaviermusik von Franz Liszt und Alexander Skrjabin. Es folgt ein Stück, das zum Hörerlebnis wird, obwohl es gänzlich auf Musik verzichtet: „Moves – A Ballet in Silence“, Jerome Robbins‘ neoklassisches Meisterwerk aus dem Jahre 1959. Der Abend schließt mit Schläpfers Stück „ein Wald, ein See“, das der Ballettdirektor 2006 für das ballettmeinz entwickelte und das in eine archaische Welt voll wilder und poetischer Dunkelheit führt.

Razvan Stoica (Foto: Veranstalter)

Das 2010 gegründete Kammerorchester „Kamerata Stradivarius“ fasziniert nachhaltig. Mit ihren Konzerten spielen sich die herausragenden Musiker in die Herzen der Zuhörer, sie begeistern mit ihrer wunderbaren Programmgestaltung bekannter Werke von Fritz Kreisler, Gabriel Fauré, Niccolò Paganini und Astor Piazzolla. Razvan Stoica ist auch deutschen Klassikfreunden längst ein Begriff: Seine Konzerte sind großartige Erlebnisse, sein Spiel füllt die Säle, sein Charisma fesselt und verzaubert.

Schauspielhaus Bochum (Foto: Jürgen Landes)

In ihrem Stück „Leas Hochzeit“, dem ersten Teil eines dreiteiligen Familienepos‘, das Anfang der 1980er Jahre entstand, entfaltet die niederländische Autorin Judith Herzberg mit hintergründigem Humor und mittels eines feinen Gewebes flüchtiger Begegnungen und Gesprächsfetzen das Panorama einer niederländischen Familie. Auf der Feier kreuzen sich alte und neue Beziehungen, familiäre und freundschaftliche Zusammenhänge, Erinnerung und Gegenwart.
Der Holocaust, den die 1934 geborene Dichterin wie ihre Figuren überlebt hat, bildet dabei den traumatischen Fluchtpunkt.

Jan Albers in der Von der Heydt-Kunsthalle (Rechte: Jan Albers)

Die umfangreiche Einzelausstellung des Düsseldorfer Künstlers Jan Albers konzentriert sich überwiegend auf aktuelle Werke aus den vergangenen drei Jahren, in denen die Arbeiten mehr und mehr die Fläche verlassen, raumgreifend und dreidimensional werden. Die Ausstellung in der Von der Heydt-Kunsthalle ist mehr als nur die Summe ihrer einzelnen Teile; sie ist als „Parcours Mortale“ (Jan Albers) konzipiert und wird so zu einer Versuchsanordnung, die den umgebenden Raum der Werke mitdenkt.

Chuck Close, Richard,1969, Acrylfarbeauf Leinwand, 274 x 214 cm, Sammlung Ludwig, © Ludwig Forum Aachen, Foto: Anne Gold

„Le Souffleur“, 15 Kunst-Räume, in denen sich Werke der Sammlungen Schürmann und Ludwig subtil und auf Augenhöhe begegnen und sich dabei gegenseitig kommentieren – für den Titel stand ein Kunstwerk von Olivier Foulon Pate. Zu sehen sind etwa 50 Werke aus der Sammlung Ludwig und etwa 200 Arbeiten aus der Sammlung Schürmann.

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