27.05.2018 - Wozu braucht Schule die Theater?

Der Blick auf das Publikum im großen Sendesaal des WDR Funkhauses | Bildquelle: wdr
Der Blick auf das Publikum im großen Sendesaal des WDR Funkhauses | Bildquelle: wdr

Theater für junges Publikum spielen ihre Vorstellungen zu einem überwiegenden Anteil an Vormittagen unter der Woche. Die sogenannten Familienvorstellungen am Wochenende oder am Abend machen nur einen kleinen Teil der Aufführungen aus. Warum?

Der Besuch geschlossener Schulklassen ist eine riesige gesellschaftliche Chance für das Einüben kultureller Praktiken quer durch alle Einkommens- und Gesellschaftsschichten. Die Theater für junges Publikum haben so den Querschnitt der Gesellschaft in ihren  Häusern. Und die Schulen? Was haben die davon? Die Klassen werden im Theater mit einer intensiven Situation des Zuhörens, der Teilnahme, der Beteiligung oder auch der Interaktion konfrontiert. Präsentiert von Künstler*innen, die sich genau zu ihrem Zielpublikum verhalten. Die in Rechercheprozessen die Themen der Kinder- und Jugendlichen erarbeiten, die aber auch Literatur und Themen auf die Bühne bringen, die zur Ausbildung gereifter Persönlichkeiten beitragen. Oder etwa nicht? Warum also machen sich die Klassen auf den Weg? Um den Kafka nicht mehr lesen zu müssen, der da auf der Bühne verhandelt wird?  

Darüber diskutiert Peter Grabowski mit:
Irina Barca, Forum Freies Theater Düsseldorf
Brigitte Dethier, Junges Ensemble Stuttgart
Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW
Norbert Reichel, Ministerium für Schule und Bildung NRW
Wolfgang Schneider, Universität Hildesheim

Aufnahme vom 15. Mai 2018 aus dem COMEDIA Theater, Köln

Redaktion: Karl Karst