Kulturpolitisches Forum WDR 3

Die Perspektiven auf die Kunst, ihre Aufgaben, Ziele und Wertschätzungen verändern sich in rasanter Geschwindigkeit. Dabei stellte in der Vergangenheit die Kunst immer einen wichtigen kulturellen Sinn, gesellschaftlichen Wert und eine Spiegelfunktion menschlichen Zusammenlebens dar.

Zwischen ökonomischem Wachstum, Migration, Flucht und sozialer Spaltung stehen wir vor globalen Herausforderungen. Doch was bedeuten diese Entwicklunen für die Kulturelle Bildung?

Die Flüchtlinge integrieren, die Kinder stark und gegen Rechts mobil machen: Es mangelt nicht an Ideen, was die Kultur insgesamt aktuell für die Gesellschaft zu leisten habe. Die Rolle von Kunst und Kultur scheint sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu verändern.

Das Bindestrichland Nordrhein-Westfalen ist eine Nachkriegsgründung. Das Rheinland, das Ruhrgebiet, Westfalen und Lippe fanden 1946 unter dem grün-weiß-roten Landeswappen zusammen. Das größte Bundesland ist inzwischen siebzig Jahre alt und hat sich gewandelt. 

Die Kölner Fritz Thyssen Stiftung und das Institut „Moderne im Rheinland“ an der Düsseldorfer Heine Universität fragten Anfang Juni 2016 nach der „Verortung der Moderne“. Was ist modern? Wo fängt das an? Ist das eine Epoche? Was ist rheinische Moderne? Wozu ist sie der Gegenbegriff?

Welche neuen Geschichten von Europa können wir gemeinsam entwickeln und uns gegenseitig erzählen? Wer wollen wir sein, und wo wollen wir gemeinsam hin?

Viele Designer wollen gutes Design in hoher Stückzahl schaffen. Der Weg zum Endverbraucher führt über die Fabrik, egal ob es sich um Design für Kaffeekannen, Karosserien oder Küchenschränke handelt. Das könnte sich ändern.

Hexenmeister oder Teamplayer? 2017 wird in Köln der Deutsche Dirigentenpreis ausgetragen – gesucht werden zwölf junge Dirigenten, die gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Gürzenich-Orchester in der Kölner Philharmonie ihr Können unter Beweis stellen werden.

Im Jahr 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg zum 500. Mal. Die Evangelische Kirche, der Bund und Länder begehen seit 2008 die sogenannte Reformationsdekade.

Kultur ist ein wichtiger Faktor im Strukturwandel. Das zeigt das Ruhrgebiet. Die Kunst hat sich die Industriebrachen als Bühne und Ausstellungsort erobert. Den gesellschaftlichen Diskurs führen Kulturwissenschaftler und Kunstschaffende.

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