Alle Kulturtipps in der Übersicht

Ausschnitt aus: Ruth Marten, 16, 1997, Gouache auf Papier, Sammlung der Künstlerin | © 2018 Ruth Marten

Die Ausstellung vermittelt als erste europäische Retrospektive einen umfassenden Einblick in das Werk der New Yorker Künstlerin Ruth Marten, die in den letzten Jahren durch ihre überraschenden, witzigen und subversiven Überarbeitungen alter Drucke bekannt geworden ist. Das Max Ernst Museum des LVR zeigt Arbeiten aus nahezu fünf Jahrzehnten.

v.l. Klaus Zwick, Banafshe Hourmazdi, Lise Wolle, Ayana Goldstein | Foto: Isabel Machado Rios

Fit und Struppi reisen in Oberhausens Reich der Neuen Mitte. Für die Weltreisenden aus der Hauptstadt der Vereinigten europäischen Staaten ist es ja nur ein Katzensprung, pardon, natürlich Hundesprung und der gigantische spirituelle Kurort zieht das berühmte transmenschliche Paar magisch an. Hier befindet sich auf 55.000 m² der größte Fitnessclub der Welt. Er nennt sich „Die Zukunft“ und realisiert eine Gesellschaftsutopie: endlich freies Atmen, freies Leben für alle.

Petruschka – Slava Volkov (Patap, der Muskelmann) | Foto: Hans Jörg Michel

Wie in einem zum Leben erweckten Bilderbuch verschmelzen auf der Bühne Orchesterklang und Gesang mit Darstellern und Animationen. In Strawinskys als Ballett und Konzertstück bekannter Burlesque „Petruschka“ kommt mit Akrobatik im Stil des Cirque du Soleil eine weitere Dimension ins Spiel.

Porträt Jochen Gerz - The Walk, 2018 | (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die Ausstellung ist keine Ausstellung und findet auch nicht im Museum statt: THE WALK, ein 100 Meter langer Weg, führt den Besucher an der ikonischen Glasfassade des Museums entlang. Hier ist ein Text zu lesen, der das Leben und das Werk des Künstlers mit acht Dekaden Zeitgeschichte verbindet. Ein Blick zurück, ein ungewöhnlicher Blick von außen auf das Museum, sein Wirken in die Stadt hinein, und ein Blick nach vorne: Richtung Zukunft von Kunst und Zivilgesellschaft.

Szenenbild | Foto: Philipp Ottendörfer

Schiller hat uns mit seiner Jungfrau von Orleans ein ebenso wirkungsmächtiges wie widerspruchsgeladenes Erbe hinterlassen – keine Reliquie hinter Glas, sondern eine offene Wunde: Sich selbstbestimmt auf kein Geschlecht reduzieren zu lassen, steckt als Provokation ebenso in dem Stück wie die Verteidigung der Nation gegenüber fremder Einflussnahme – was zwangsläufig ein Nachdenken über aktuelle Debatten impliziert.

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