Alle Kulturtipps in der Übersicht

Kolja Blacher (kolja-blacher.com)

2013 brachte Kolja Blacher gemeinsam mit dem Münchner Kammerorchester Brett Deans „Electric Preludes“ zur Deutschen Erstaufführung und lernte dafür sogar ein neues Instrument: Die sechssaitige elektrische Violine fordert dem Geiger ganz ungewohnte Spielweisen ab, beschert dafür aber ein enorm erweitertes Ton- und Klangspektrum. Brett Deans impulsreiche, vibrierende Musik fängt den Hörer mit ihrem ganz unmittelbaren Klangreiz ein, der sich keineswegs nur Freunden der Neuen Musik erschließt.

Aida (Foto: Matthias Jung)

Regisseur Philipp Himmelmann stellt die persönlichen Beweggründe der Figuren in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. Abseits der großen Tableaus und Aufmärsche ist es vor allem Aida, die das emotionale Kraftfeld der Oper bestimmt: Als Gefangene in einem fremden Land, hin und her gerissen zwischen der Liebe zu Radamès und der Loyalität zu ihrem Volk, aber auch konfrontiert mit der Königstochter Amneris, in der Radamès die standesgemäß Liebende finden würde, erscheint ihr der Tod schon früh als einziger Ausweg aus dem persönlichen Leid.

Bundesjugendorchester (Bildrechte: Bundesjugendorchester)

Am 10. April 2015 um 20:00 Uhr gastiert das Bundesjugendorchester, Deutschlands jüngstes Spitzenorchester, in der Kölner Philharmonie. Unter Leitung von Karl-Heinz Steffens spielen die 91 Musikerinnen und Musiker im Alter von 14 bis 19 Jahren Peter Tschaikowskys dramatische Sinfonie Nr. 4 und Béla Bartóks berühmtes Konzert für Violine und Orchester Nr. 2. Der Solist ist Christian Tetzlaff, der in seiner Jugend selbst Mitglied im Bundesjugendorchester war.

Tilmann Riemenschneider (um 1460-1531): Marientod Lindenholz (Foto: © Bildarchiv Foto Marburg / Thomas Scheidt)

Ob Rogier van der Weydens „Geburt Christi mit Stifterin“ oder Tilman Riemenschneiders „Marientod“: Der sauerländische Landrat und Kunstsammler Fritz Thomée (1862-1944) trug in vier Jahrzehnten Sammeltätigkeit eine Kollektion von etwa 900 höchst exquisiten Werken zusammen. Erstmals seit den 1950er Jahren sind ausgesuchte Werke dieser Kollektion – Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Gegenstände – jetzt wieder öffentlich zu sehen.

Das Ensemble von "Dogville" (Foto: Matthias Stutte)

Lars von Triers Film aus dem Jahr 2003 wurde schon mehrfach für die Bühne adaptiert. Eine fesselnde Reise durch den Irrgarten von Gut und Böse. Um so fesselnder, als hier – wie immer bei Lars von Trier, dem Erfinder der „Dogma“-Filmregeln – moralische Fragen mit ästhetischen einher gehen.

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